22 August 2018

Schnebelhorn - der Zürcher Kantonsgipfel

Hitze im August bedeutet Gewitter in den Alpen. Da bleiben wir zum Wandern besser im Alpenvorland und besteigen ganz gemütlich das Schnebelhorn. 



Ich vertraue ganz und gar auf meine "Wanderführer" Vreni und Daniel. Wir starten bei Regen und kommen nach knapp 20 km bei Regen zurück. Dazwischen liegen diese sonnigen Momente.












Paradiese anderswo - im Maderanertal

Wer auf Madeira danach sucht wird nicht fündig werden. Dieses wunderbare Tal liegt in der Zentralschweiz, doch nicht nur der Name, sondern auch die unglaublichen Wasserfälle, die von beiden Talseiten in die Tiefe stürzen, erinnern mich an Madeira.



Dann hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. In der Schweiz zu wandern, heißt, den Luxus von markierten Wanderwegen, stabilen Brücken, sicheren Bachquerungen und Seilbahnen für den Abstieg zu haben. 

Meine grösste Freude ist jedoch die vielfältige alpine Flora. Im August sind immerhin noch einige Blüten zu bestaunen.




Bergkristalle 


Hotel Maderanertal


Eisenhut



Kreuzkaut











Windgällen Hütte auf 2032 m








21 August 2018

Im August ...


... muss man auf Madeira feiern oder gar nicht erst hier sein.
In nur einem Monat finden auf der kleinen Insel 80 Feste statt. Das heißt, egal wo man wohnt, man ist mitten drin im Spektakel. 
Wirklich schön sind - meiner Meinung nach - nur die Blumenteppiche, über die die Prozessionen führen. Die allabendliche Krachmusik und die Tagesfeuerwerke, die mehr nach Krieg als nach Fest klingen, könnten gerne wegfallen oder zumindest leiser sein.

Hier sind ein paar stille Bilder:

ländliche Idylle in Prazeres


hier geht es auch beim Espetada grillen recht ruhig zu


in Estreito da Calheta herrscht jedoch Tag und Nacht Volksfeststimmung








nach 5 Tagen Dauerbeschallung werden auch hier die Lichter ausgehen - Graça a Deus!


27 Juli 2018

Wanderung zur Ponta do Clérigo

An der Nordküste, zwischen dem Adlerfelsen Penha de Àguia und der kleinen Felseninsel Ilhéu da Rocha do Návio ragt eine schmale Landzunge ins Meer, die Ponta do Clérigo.



Wie kommt man dort hin und was gibt es da zu entdecken? 
Es ist eine kurze Wanderung, ausgehend von Cortado de Santana, das wir über die ER 213, auf der Passhöhe zwischen Faial und Santana, erreichen.

Gleich nach dem Abzweig, der den Weg zu zwei Miradouros ankündigt, geht die Straße in eine Erdpiste über. Hier bleibt das Auto stehen. Wer genau hinschaut, sieht bereits den schmalen Wasserkanal der Levada do Cortado, der sich unter einem Saum von Wildblumen versteckt.
Nach knapp 100 m verzweigt sich die Levada rechts durch einen kurzen Tunnel. Auf der anderen Seite eröffnet sich sofort ein phantastischer Ausblick. Der Adlerfelsen dominiert, dahinter die schroffe Küstenlinie bis zum Ostkap.




Die Levada selbst ist ein bemoostes Natursteinbett. Der Hang zum Meer ist nicht gesichert, aber der Pfad ist intakt und wird von kräftigem Strauch-  und Baumbewuchs begleitet. Diesem folgen wir solange bis die Levada in stärkeres Gefälle übergeht und links ein Erdweg abzweigt. Dieser bringt uns zur Schotterpiste, die bis zur Spitze hinunterführt. 
In jeder Kurve bekommen wir neue Aussichten, die uns selbst bei schlechtem Wetter ( noch regnet es nicht) begeistern.




der erste Blick auf die Felsspitze


Faial und Adlerfelsen 


Die Frage, warum dieser Weg angelegt wurde, wird bald beantwortet, als wir an den ersten kultivierten Terrassen vorbeikommen. Die Obstbäume und - Sträucher sind allesamt noch sehr jung, aber es ist alles da, was zu einem Schlaraffenland gehört: Jedes erdenkliche Gemüse und natürlich Bananen, Johannisbeeren ( die ersten, die wir auf Madeira entdecken), Pfirsiche und, und, und ...



Obstgarten





Kurz bevor es raus auf die Felsspitze geht, steht da noch ein rotes Hobbithaus. Menschen treffen wir keine. Es scheint auch keine dauerhafte Wohnstätte zu sein, aber alles wirkt sehr aufgeräumt und scheinbar wird renoviert.

Wir folgen dem jetzt sehr schmalen Pfad auf dem Felsen noch ein kurzes Stück, um dann lange auf diesem "Thron" sitzen zu bleiben.

Felsspitze Ponta do Clérigo


Blick nach Westen

Blick nach Osten

der  "im-Wasser-Stehende"

mit Spitznase



Die drohende Regenfront hat sich über São Lourenço verabschiedet, und die Sonne bricht langsam durch. Das bringt uns einen ziemlich schweißtreibenden Aufstieg auf dem Rückweg ein. Unsere Versuche von unten an die Levada zu kommen, um die Schotterpiste abzukürzen, enden alle im undurchdringlichen Dickicht. Dann also den gleichen Weg bergauf und einmal herum um den Pico da Boneca. Der lockt uns mit seinen drei Funkmasten nicht noch für einen Extraanstieg. Über den südlichen Ast der Levada do Cortada kommen wir wieder zum Ausgangspunkt zurück.






Fazit: eine einfache, kurze Wanderung mit sehr schönen Ausblicken und einem sehr meditativen Ruhepunkt auf der Felsspitze

Gehzeit: 2 1/2 Stunden

Die Wanderung ist auch im Rother Wanderführer zu finden. Dort allerdings noch mit der Beschreibung, dass man der Levada im Gefälle folgen könne. 





Anfahrt: Funchal - Machico VR 1 - Faial VE 1 - Ausfahrt Santana über ER 213 bis zum Cabeço do Cortado