06 Juli 2019

Von Seixal auf die Hochebene Paúl da Serra

Seixal / Chão da Ribeira - Terra Chã - Paul da Serra - Fontes Vermelhas -Estanquinhos - 10 km


Start in Chão da Ribeira mit Iris und Kristoff

Der Weg, Vereda da Terra Chã,  ist einer der fünf bis sechs Aufstiege heraus aus dem Hochtal Chão da Ribeira. Im letzten Jahr frisch herausgeputzt und beschildert, fristet er noch immer ein weitgehend unbekanntes Dasein. Mag sein, dass es an den vielen Höhenmetern liegt, die zu schaffen sind. Doch er ist nicht steil, ungefährlich und führt lange durch das üppige Grün des Laurissilva.



das Laub von Madeira-Mahagoni

ein Blätterfenster erlaubt den Blick Richtung Porto Moniz




fast in den Wolken



Nach dem kleinen Miradouro mit Fio (Materialseilbahn) geht es im offenen Gelände weiter hoch. Bei klarem Wetter hätten wir jetzt phantastische Aussichten. Heute wandern wir durch mystischen Nebel in einer absolut stillen Landschaft. Die ehemals verbrannten Flächen sind durch ein Aufforstungsprogramms wieder gut durchgegrünt. Die hohen Farnwedel hängen triefend nass im Weg.


Fio



Auf Paúl da Serra sehen wir tatsächlich noch ein wenig himmelblau




Fazit: schöne Wanderung auf gutem Weg, der im Aufstieg eine gute Grundkondition erfordert




Gehzeit: 4 h 30

Höhendifferenz: 1330 m




Anfahrt mit zwei Autos:
Funchal - Ribeira Brava  - VE 4 Richtung Sao Vicente - ER 228 Encumeada-Pass - ER 105 bis Estanquinhos - am Forsthaus 1. Auto abstellen
Weiter über ER 209 Fanal - Ribeira da Janela -  VE 2 Seixal - ER 221 Chão da Ribeira

Eine Rundwandermöglichkeit siehst du hier:

02 Juli 2019

Küstenrunde in Caniçal

Caniçal / Palmeira - Pico das Roçadas - Boca do Risco - Levada do Caniçal - Malhada - Palmeira - 15 km


Wir starten früh am Morgen, nachdem wir einen Teil unserer Gäste am Flughafen abgegeben haben. Bis zum nächsten Start bleiben sieben Stunden Zeit, die wir mit einer Küstenwanderung in Caniçal nutzen wollen. Unser Besuch vertraut meiner ortskundigen Führung und sieht dem nachmittäglichen Abflug ganz gelassen entgegen.

Das Auto wird oberhalb von Caniçal am Friedhof in Palmeira abgestellt. Zunächst geht es weglos über das rote "Marsfeld". Es hatte in der Nacht geregnet und wir tragen an unseren Schuhen mehrere Kilo Lehmboden mit. Somit haben wir auch kein Profil an den Stiefeln und sind froh, dass es die meiste Zeit bergauf und nicht bergab geht, denn der aufgeweichte Boden ist extrem rutschig.
















An der Boca do risco werden wir freundlich von einem Böcklein begrüßt, das sich die Freiheit genommen hatte auszureissen. 
Nach einer Pause steigen wir zur Levada do Caniçal ab.






Als wir die ersten Häuser kurz vor dem alten Caniçal-Tunnel erreichen, stellen wir fest, dass wir noch jede Menge Zeit haben. So können wir den Tunnel meiden und mit einen schönen Auf- und Wiederabstieg über Malhada die Levada erneut erreichen. In ausgiebigen Schleifen mit weiter Sicht über Caniçal windet sich die Levada unserem Start- und Endpunkt entgegen. 

Rechtzeitig sind wir am Auto -  umziehen, umpacken - und pünktlich, wie geplant können wir unseren Gast am Flughafen absetzen. 







Fazit: Abwechslungsreicher kann man einen Abflugtag kaum nutzen!


ausnahmsweise ist Norden unten

Gehzeit: 5 h

Höhendifferenz: 630 m




Anfahrt: Santa Cruz / Aeroporto da Madeira - Machico -Caniçal - Palmeira




Die Coast-to-Coast-Runde über den Pico Castanho sollte besser nur im Winter und Frühling gemacht werden, weil der Farn im Sommer über 2 m hoch steht und das Durchkommen sehr mühsam und zeitraubend ist.
Hier sind die Bilder dazu:

https://paradies-goes-madeira.blogspot.com/2019/04/von-kuste-zu-kuste.html

01 Juli 2019

Konzert im Fluss

Poço do Candeeiro - ein Ort wie im Paradies.




Dort fand am letzten Wochenende ein kleines Konzert statt, veranstaltet von Retoiça mit der Gruppe Projeto Trigo







Der Weg durch die Ribeira do Seixal war nicht ganz einfach, aber die zauberhafte Atmosphäre und die klare Stimme der Sängerin waren einigen Musik- und Naturliebhabern jede Mühe wert.






Auch ohne Konzert ist dieser Ort einen Besuch wert. Wie kommst du hin? Schau hier:


30 Juni 2019

Immer wieder Lombo do Urzal

Lombo do Urzal / Boaventura - Achada da Madeira - Boca da Lapinha - Ribeira do Moinho - Levada Achada Grande - Lombo do Urzal - 11,7 km



Und schon wieder Lombo do Urzal, einfach weil es sooooo schön hier ist. Die Runde, die wir uns heute vornehmen, haben wir vor etwas mehr als einem Jahr mehr zufällig im Nebel entdeckt. Um so schöner ist es heute unter überwiegend blauem Himmel zu wandern, allerdings in Gegenrichtung.

Das Auto wird wie üblich an der Wandertafel in Lombo do Urzal abgestellt. Kurz vor der Brücke über die Ribeira do Porco zweigt ein Treppenweg nach Achada da Madeira nach oben ab. Dort beginnt am Brunnen der Aufstieg zur Boca da Lapinha auf einem sehr gut präparierten Pfad, der jährlich für den Boaventura-Trail im Januar gesäubert wird.














Auf dem Kamm lässt sich eine aussichtsreiche Pause einlegen, bevor wir den Abstieg durch den Wald auf der westlichen Seite des Bergrückens beginnen. Der Weg ist überwiegend breit und einfach zu gehen.









Erst im im Bereich der Ribeira do Moinho wird es etwas anspruchsvoller. Das Bachbett muss mehrfach auf sehr rutschigen Steinen gekreuzt werden.







Dann sind wir an der wunderschönen Madre der Levada da Achada Grande und lauschen lange dem rauschenden Wasser und dem Vogelgezwitscher über uns.






Entlang der Levada gehen wir in großem Bogen zurück ins Tal der Ribeira do Porco. Nach dem klassischen Felsdurchbruch folgt ein kurzer Tunnel (für den keine Lampe nötig ist). Dann zieht sich die Levada mal felsig, mal durch hohes Gras dahin - immer gut zu gehen, ohne ausgesetzte Stellen.








Oberhalb des Ortes Falca de Cima wird das Wasser nach unten abgeleitet, trotzdem können wir dem  alten, gemauerten, aber jetzt trockenen Levadabett noch etwa 700 m folgen. Bevor sie zerstört im Dickicht endet, zweigt ein deutlicher Weg zur Straße ab. Jetzt fehlt nur noch ein Kilometer bis wir zurück in Lombo do Urzal beim Auto ankommen.


Levadabett kurz vor dem begehbaren Ende

Abstieg zur Straße

Zwergenstühlchen an der Straße


Fazit: herrliche, einsame Wanderung, die Wegführung ist eindeutig, der Zustand perfekt. Bei Nässe ist es empfehlenswert die Tour in der Gegenrichtung zu unternehmen 




Gehzeit: 4 h 30

Höhendifferenz: ca. 500 m



Anfahrt: Funchal - Ribeira Brava - Sao Vicente - Boaventura - Lombo do Urzal




die Wanderung ab Boaventura in entgegengesetzter Richtung: