06 Juli 2026

Entdeckungen in Santana

Der Sommer ist nun auch auf Madeira so richtig angekommen und für das erste Juliwochenende waren Temperatruren bis 30° gemeldet, besonders bei uns im Süden und in den Bergen. Da lag es nahe in den wohl temperierten, sonnigen Norden auszuweichen. Und wir beschlossen, nicht nur eine einzelne Wanderung dort zu machen, sondern ein ganzes Wochenende in Santana zu verbringen. 

Mit drei kurzen und sehr unterschiedlichen Wanderungen gestalteten sich die Tage sehr entspannt und mit etlichen kleinen Glücksmomenten. Ein Tipp von einem Mitglied des Madeira-Forums führte uns auf eine sehr versteckte Levada mitten in Santana - mit einer absolut idyllischen Madre in der Ribeira da Silveira. Es ist die Levada da Amoreira.










Am zweiten Tag wollten wir gemeinsam mit Iris und Kristoff (die Madeira Forum Admins machen gerade Urlaub in Ilha) einen alten Weg in der Ribeira da Caldeirinha in Achada do Marques erkunden. Er führte zu ehemals bewirtschafteten Feldern in der Ribeira und war seit fast 30 Jahren nicht mehr genutzt worden. Im Juni hatte sich die Wandergruppe der Les-à-Les mit Einheimischen zusammen getan und diesen Weg wieder frei geschlagen. Aber offensichtlich waren sie mit ihrer Arbeit noch nicht ganz zufrieden, denn wir stießen kurz nach unserem Start auf die Gruppe, die mit Hacken und Macheten einen zweiten Weg am anderen Ufer neu präparierten. Damit kamen wir in den Genuss des "roten Teppichs" und einer unerwarteten Begegnung mit den "Berühmtheiten" der madeirensischen Wanderszene. Die sind wirklich gut drauf!

Ribeira da Caldeirinha




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ehemalige Felder mit Natursteinmauern - os socalcos




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a caldeirinha

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Arbeits- und Wanderpause




Die Caldeirinha, ein gigantisches Felsrund, ist ein echtes Juwel. Und der Weg dorthin wird nun von der Gemeinde Ilha/Achada do Marques dauerhaft zugänglich gehalten - so ist das Versprechen. Auf dem Rückweg, nahe am Bach, wartet kurz vor dem Ende noch ein natürlicher Pool. Noch ist das ein Geheimtipp. Wir werden sehen, wieviele Wanderer die Gemeinde in ihre abgelegene Region locken wird.


Suchbild mit Dame




die Badestelle ist nur wenige Meter von der Straße entfernt



Für den Sonntag hatten wir uns eine ebenfalls kürzlich aufgeräumte Strecke, die wir noch nicht kannten, vorgenommen. Es ist die Vereda da Fajã do Mar ou do Cortado. Das ist ein Küstenweg in Faial, der den kleinen Hafen mit der 500 m höher gelegenen Siedlung verbindet. Wir gingen früh am Morgen los, damit wir gut durch den sonnigen Steilhang kommen.  Das ging auch ziemlich gut, denn als es richtig warm wurde waren wir schon fast oben an der Levada do Cortado angekommen. 
Ich denke, für diesen Aufstieg muss man schon ein bisschen Bergziege sein, um Spaß daran zu haben. Uns hat's gefallen.

Der Rückweg nach Fajã do Mar ist sehr entspannt: ein kurzes Stück kaum befahrene Estrada Regional, dann über Treppenwege hinunter zum Fortim de Tojal und weiter über Veredas und schlussendlich entlang der Küstenstraße zurück zum Ausgangspunkt.


der alte Weg beginnt direkt am Notausgang des Túnel do Cortado



Blick auf Faial und den Adelerfelsen




Levada do Cortado

Blick zur Ponta do Clerigo



Fortim de Tojal

der Hafen von Fajã do Mar


Die GPS-Tracks für alle drei Wanderungen sind bei wikilog herunterzuladen:




x Fotos: Iris Bachmann

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