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17 Juni 2026

Wanderung am Wasserkraftwerk Calheta

Central Hidroelétrica - Levada da Rocha Vermelha - Levada 25 Fontes - Levada Nova - 6 km

Nachdem die Arbeiten am Wasserkraftwerk - Central Hidroelétrica da Calheta - und den zuführenden Levadas - 25 Fontes und Rocha Vermelha - endlich abgeschlossen sind, kann am Südhang von Rabaçal wieder rauf und runter gewandert werden, vorzugsweise bergauf entlang eines Druckrohrs.

Wir starteten direkt hinter dem Turbinenhaus auf einem breiten Weg, der uns zum Druckrohr führte. Dann ging es auf Stufen hinauf bis zur Levada da Rocha Vermelha. Entlang der Levada gingen wir bis zum Tunneleingang und folgten dann dem schönen Weg hinauf zum Wärterhaus der Levada das 25 Fontes. Wir blieben an der Levada in Fließrichtung bis zum zweiten Fallrohr. 

Für den Abstieg nahmen wir ausnahmsweise mal die Bikerpiste, weil wir an einem Vormittag mitten in der Woche keine Fahrradfahrer erwarteten. An der Levada Nova angekommen, wanderten wir zurück bis zum Kraftwerk.

Central Hidroelétrica an der Levada Nova






"Abflusskammer" an der Levada da Rocha Vermelha




Fazit: über den Aufstieg entlang des Druckrohrs können einige Runden am Südhang der Serra unterhalb von Rabaçal unternommen werden (einen Zeitslot für die streckenweise Benutzung eines PR braucht man sicher nicht, denn hier trifft man selten andere Wanderer)

Schwierigkeit: einfach

Höhendifferenz: ↗↘ 300 m

GPX: https://de.wikiloc.com/routen-wandern/calheta-267330232


20 April 2025

Levada Velha - Canhas

Der Ostersamstag verspricht endlich Sonnenschein - auch auf der Serra - und wir wollen endlich mal wieder eine längere Wanderung in den Bergen machen. Wir brechen extra spät auf, weil der Wetterbericht erst ab dem Vormittag klaren Himmel verspricht. Aber, wie so oft in den letzten Wochen, irrt er sich. Mittags fegen immer noch dichte Wolken, von einem steifen Nordwest getrieben, über die Hochebene. Bei gemessenen 9 Grad (und gefühlten 5) steigen wir garnicht erst aus, sondern fahren ohne zu zögern wieder bergab, Richtung Canhas/Ponta do Sol. Und wo wandern wir? Die versteckte Levada Velha wäre eine Option, wenn sie schon aufgeräumt worden ist - wir versuchen es. 



Es war eine gute Idee. Bei mittlerweile 15 Grad und Sonne starten wir an der Levada nahe am großen Wassertank. Die Begleitwege sind frisch gemäht, die Winterschäden durch Baumbruch und Felssturz zwar noch nicht repariert, aber alles ist frei geräumt und gefahrlos zu passieren. Wir durchqueren auf dem Weg zur Madre drei Schluchten mit rauschenden Wassermassen. So viel Wildheit so nahe an der Zivilisation ist immer wieder faszinierend.




















Auf dem Rückweg verlassen wir die Levada oberhalb einer kleinen Apfelplantage und gehen auf einem Waldweg hinunter bis zur Straße, die nach Pinheiros führt. Es ist eher ein asphaltierter Feldweg auf dem sehr selten mal ein Auto entlang fährt (heute war es eins). An der kleinen Kapelle führt rechts der Caminho da Escola in einer langen Schleife hinunter bis zur Levada Nova. Wie zu erwarten hat auch hier der regenreiche, stürmische Winter ziemlich viel Schaden angerichtet, und noch ist nicht alles wieder hergestellt. Die großen Felsbrocken, die die Levada verschüttet haben, lassen sich zwar mit Vorsicht überklettern, empfehlenswert ist dieser Levada-Abschnitt derzeit aber nicht. Ich bin eher erleichtert  als wir aus der Schlucht der Ribeira da Madalena heraustreten. 









Weiter geht es sehr gemütlich über grüne Wiesen zurück zur Levada Velha. Sie ist im unteren Teil ein kleiner Wildbach mit etlichen Kaskaden, dazu begleiten uns viele blühende Obstbäume.








Fazit: die Levada Velha ist besonders im Frühling eine lohnenswerte Wanderung. Die Runde über die Levada Nova, die wir heute gemacht haben, möchte ich zur Zeit aber nicht empfehlen.

mehr Infos zur Levada Velha: https://paradies-goes-madeira.blogspot.com/2019/03/eine-interessante-entdeckung.html




10 November 2024

einfache Wanderung im Südwesten

Estreito da Calheta - Prazeres - Maloeira - Raposeira - São João

Der Himmel ist grau und wir sind sehr unentschlossen, wo wir wandern wollen. Die Levada Nova, 200 m über unserem Haus bietet sich bei solchen Gelegenheiten am besten an. Aber weil sie nicht sehr eindrucksvoll ist - besonders im November - braucht es ein attraktives Ziel. Also reservieren wir im Sunshine Pub in Raposeira einen Tisch, wo wir uns mit einer Freundin treffen wollen, und gehen direkt los. Es ist schon Nachmittag und, um anzukommen bevor es dunkel wird, sind wir mal ein bisschen schneller unterwegs als üblich. 

Auf den Veredas geht es zunächst hinauf zur Levada. Ein paar Kilometer ziehen sich die Schleifen, dann sind wir in Prazeres. Wir bleiben noch bis Maloeira an der Levada, und bevor diese sich wieder in den Wald windet, gehen wir erst links, dann rechts bergab auf den schön restaurierten alten Kirchenweg nach Raposeira. Weiter auf der Travessa da Escola Velha erreichen wir den ebenfalls restaurierten Weg, der nach Fajã de Ovelha führt. Diese Caminhos sind gerade erst fertiggestellt und rechts und links davon sieht es noch ein bisschen nüchtern aus. Das wird sich aber in den nächsten Monaten begrünen.
Am Ende könnten wir wieder auf die Levada Nova für den Rest des Weges bis São João, nehmen aber lieber die Regionalstraße, damit uns die Freundin für den letzten Kilometer noch mit ins Auto nehmen kann. 

Belohnt werden die 15 km mit einem Glas Wein und einem sehr guten Essen.

Levada Nova


Ribeira da Cova




wie schön, dass der große Lorbeerbaum, ein echtes Relikt in dieser Gegend, den Brand im letzten Herbst überlebt hat.



Ribeira das Galinhas



Fazit: eine leichte Wanderung für Schlechtwettertage mit schönen Aussichten auf den alten restaurierten Caminhos