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17 Oktober 2022

Porto Moniz - ein bisschen Heimatkunde

Lamaceiros - Pico do Calderão - Miradouro do Redondo - Vigia - alte Meierei (Käsehöhlen) - Mühle - Estrada Antiga - Fajã do Barro - Lamaceiros - 10,7 km

Auf dem Weg rund um Porto Moniz lässt sich ein bisschen Geschichte und das einfache Leben der Madeirenses entdecken. Wir starten an der Kapelle von Lamaceiros und gehen erst durchs Dorf, dann über die Felder bis zum Miradouro do Redondo. Von hier führt die steile Betonpiste, der Caminho da Ladeira, hinunter nach Porto Moniz. Wir machen einen Abstecher zum Vigia, dem ehemaligen Ausguck für die Walfänger. Auf dem gleichen Weg zurück, gehts zur Kirche von Porto Moniz und von hier über die Vereda das Fontes - entlang einer unbekannten Levada - zu den Höhlen der früheren Butter- und Käse"Fabrik" und noch ein Stück weiter zu den Ruinen einer Mühle. Den Verbindungsweg hinunter zum Calhau finden wir leider nicht mehr, er ist abgerutscht und der Rutsch ist mit Schilf überwachsen.

Danach geht es auf der Rua do Cabo Calhau und der Vereda da Poças bis zu den Piscinas Naturais, wo gerade die Reisebusse entleert werden. Welch ein Kontrast! Wir lassen die Promenade schnell hinter uns und nehmen für den Rückweg die Estrada Antiga. Sie sieht übel aus - viel Steinschlag. An der Mündung der Ribeira da Janela schlagen wir den Weg über die Vereda do Fajã do Barro ein. Durch die Weinhänge und am Ende wieder Felder kommen wir wieder in Lamaceiros an.







der Weg zum Vigia


Blick auf Porto Moniz vom Vigia

die Käsehöhlen

Weg und Levada zu den Käsehöhlen und zur Mühle









Mühle

die "versteckten" alten Gebäude in den Felsen links und rechts der Ribeira

Calhau do Porto Moniz



Vereda da Fajã do Barro (Druckrohr zum Wasserkraftwerk)




Fazit: eine einfache Rundwanderung, um den Nordwesten kennenzulernen

Gehzeit: 4 h

Höhendifferenz: ↗↘ 550 m 



weitere Wanderungen rund um Porto Moniz:






28 November 2018

Streifzug an der Küste vor São Jorge

Farrobo - Farol - Calhau- São Jorge - 6,3 km



Irgendwo auf Madeira findet sich (fast) immer ein Platz an der Sonne. Am Sonntag war es bei São Jorge im Nordosten der Insel.
Ich würde gerne die verschieden Aufstiege von Rocha do Baixo, einer abgelegen Siedlung am Meer, erkunden. Doch schon die Fahrt auf der engen Serpentinenstraße hinunter zur Küste lässt erahnen, dass an einen Aufstieg entlang der Klippe über die Fajã Pequena nicht zu denken ist. Es liegt viel Geröll und Fels auf der Fahrbahn, der Boden ist weich, rutschig, glatt. Die zweite Möglichkeit über die Vereda do Serradinho fällt ebenso aus, weil ein Stück des Weges weggebrochen ist und der Rest sichtlich zugewuchert. 


Rocha do Baixo


Damit wird auch die dritte Variante uninteressant und wir fahren wieder hoch, um das zweite Auto am Miradouro da Vigia abzustellen. Hier kommt Klippenweg, Vereda da Rocha de Baixo gut sichtbar oben an, d.h. Bei besseren Witterungsbedingungen scheint diese spektakuläre Variante machbar.


Blick vom Miradouro da Vigia zum Leuchtturm

Vereda da Rocha do Baixo


Heute begnügen wir uns mit einer kurzen Wanderung und beginnen mit einer Feld- und Wiesentravesse über den Leuchtturm von São Jorge bis zum Küstenabstieg zum Calhau. 


im Hintergrund der Caminho Real 23 nach Santana





Serpentinenabstieg zum Cais de São Jorge




Hier sind nur die Aussichten spektakulär, der Abstieg selbst ist ungefährlich und gut unterhalten. 

Wie wohl der Weg zur Ponta de São Jorge aussieht? Das "Gesperrt" Schild, das vor dem Betreten des alten Schiffsanlegers warnt, ist nicht mehr da, vermutlich weggerissen. Und das gleiche ist mit dem Rest des Küstenpfades passiert. Für die Wagemutigen - es sind immer Angler draußen am Cais - hat man Seile angeknüpft, an denen man sich über den bröseligen Abhang schwingen kann. Wir haben keine Lust die Stabilität zu testen, der Weg ist ohnehin eine Sackgasse.






Viel schöner wandert man in Richtung Osten zu den Ruinen des Calhau. Kaum zu glauben, dass jahrhundertelang hier ein reger Betrieb herrschte. Die alten Mauern beherbergten Warenlager der Güter, die mit dem Schiff von Funchal gebracht wurden, um dann nach São Jorge oder Santana über den Caminho Real 23 auf dem Rücken weiterbefördert zu werden. 




Corrego do Farrobo



Ruinen im Calhau



Ribeira de São Jorge mit Brücke und kleinem Schwimmbad



Nach einer Pause am Strand beginnen wir unseren Aufstieg auf eben diesem CR 23.
Eine kleine Variante muss dann aber doch noch sein: schon im Sommer fiel mir dieser kleine Pfad auf, der zum Corrego da Igreja durch eine dichte Vegetation führt. 




Aufstieg auf dem CR 23 nach São Jorge



Corrego da Igreja






Und wir kommen tatsächlich links des Wasserfalls weiter. Nach einem sehr kurzen, knackigem Aufstieg geht es wieder über schmale Feldwege. Wir erreichen die Rua de São Pedro neben einer kleinen Kapelle und haben uns damit ein Stück Teerstraße zu wandern gespart.
Dann sehen wir schon die barocke Kirche von São Jorge von 1761, mit einem Turm der ein wenig maurisch aussieht und einem Altar, der im krassen Gegensatz zur schlichten Hülle steht. So viel Gold!






Nicht weniger besuchenswert  ist die Snackbar/Restaurant "Casa da Palha" direkt hinter der Kirche. Ein echtes São Jorge-Strohdach-Haus und eine vielversprechende Speisekarte. Leider hatten wir keinen Hunger. Beim nächsten Mal!


Fazit: einfache und gemütliche Küstenwanderung mit schönem Panorama 



Gehzeit: 2 - 3 h
Höhendifferenz: 330 m



Anfahrt: Funchal - Machico - Santana - São Jorge Kirche/Miradouro da Vigia