Posts mit dem Label Wanderung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wanderung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

29 Juli 2021

Caminho Real 27 - Boaventura

Lombo do Urzal - Ribeira do Porco - Poço das Casas - Falca de Cima e de Baixa - Tojo - Travessa - Serrão - Boaventura - São Cristovão - 7 km


Der Caminho Real 27 ist einer der großen königlichen Wege von Süd nach Nord und führt von Funchal über Eira do Serrado, Curral das Freiras, Boca das Torrinhas, Urzal bis Boaventura. Das sind mehr als 35 km, und insgesamt sind 2500 m An- und Abstieg zu überwinden. 


Ich bin mit meiner Portugiesisch-Lehrerin und einer Mitschülerin unterwegs und wir machen es uns ganz einfach und gemütlich: wir starten erst in Lombo do Urzal und gehen überwiegend bergab durch das Tal der Ribeira do Porco. 



Mit Start am Nachmittag und einer kurzen Pause am Poço das Casas sind wir zum Abendessen beim Restaurant am Miradouro São Cristovão.











Fazit: eine wunderschöne, einfache Wanderung auch für nicht schwindelfreie Wanderer. Der Weg wird von der Gemeinde Boaventura regelmäßig gepflegt.


Gehzeit: 2 h 30


Höhendifferenz:  ↗165 m  ↘ 530 m




GPX:  https://de.wikiloc.com/routen-wandern/caminho-real-27-boaventura-79511035


Anfahrt: Funchal - VR 1 - Ribeira Brava - VE 4 - São Vicente - VE 1 - Boaventura - am Kreisel 2. Ausfahrt (Richtung Ponta Delgada) - nach 150 m rechts: Caminho da Barriera bis zum Miradouro (1. Auto) - zurück bis Boaventura - ER 211 (Richtung Santana) - an der Tankstelle rechts Richtung Lombo do Urzal - ER 220 (2. Auto am Wendeplatz abstellen)




An den flankierenden Hängen der Ribeira do Porco lassen sich noch viele andere Wanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden  - auch als Rundtouren - unternehmen:


2021/04/boca-das-voltas.html


2020/06/boaventura.html


2019/06/immer-wieder-lombo-do-urzal.html


2019/06/meine-lieblingslevada.html


2019/05/inspiration-fur-boaventura-ribeira-do.html


2019/02/himmel-berge-baume-meer.html


oder einfach nur bei der Suche im Blog "Boaventura" eingeben






02 Juni 2021

Serra de Água - Fajã das Éguas

Serra de Água/Moleiro - Miradouro da Multa - Fajã dos Vinhaticos - Fajã das Éguas - Barreirinhos - Terra Grande - Serra d'Água - 6 Km



Es ist so faszinierend an Madeira, dass man glaubt eine Gegend zu kennen, schließlich war man ja schon öfter hier, mit dem Auto und zu Fuß, und auf einmal wird wieder ein alter Weg freigelegt und es lässt sich wunderbar in ein verschwiegenes Tal hineinspazieren. Diesmal waren es die Trailrunner, die sich eine Trainings- und Wettkampfstrecke zwischen dem Encumeada-Pass und Serra de Água freigelegt haben. Das sind 11 bzw. 21 km rund herum. Zuviel für einen Nachmittagsausflug, darum schneiden wir ein paar Kilometer ab.

Ich treffe mich mit Chris in Ribeira Brava, wir haben also zwei Autos und brauchen nicht auf einen Rundkurs zu achten.
Start ist in Moleiro. Das ist die winzige Siedlung kurz bevor es in den Encumeada-Tunnel auf der VE 4 hineingeht. Dort beginnt ein Treppenweg zum Kraftwerk von Serra de Água, die Vereda do Central. Nach ein paar Stufen teilt sich die Vereda, rechts geht es weiter zum Kraftwerk, wir bleiben links und gehen noch 250 m auf dem betonierten Weg, bis ein Pfad rechts abzweigt.

Aufstieg zur Estrada do Central


vorne: Miradouro da Multa

Wir erreichen die Estrada do Central bei einem "Gehöft" und gehen links weiter Richtung Pousada dos Vinhaticos. Das Gästehaus und Restaurant und die dazugehörende Bar sind schon seit einiger Zeit geschlossen - leider! Es gab eine schöne Aussichtsterrasse, und sie machten dort einen kräftigen Poncha. Aber der Miradouro, zu dem man mittlerweile sehr bequem aufsteigen kann, entschädigt allemal.

Blick auf Crista de Galo und in die Ribeira da Fajã das Éguas

Blick über den Pico do Meio-Vintém in die Ribeira do Pico

Blick zur Boco da Encumeada und nach Moleiro

Nachdem wir den Rundblick vom Miradouro da Multa ausgiebig genossen haben, steigen wir wieder hinunter (hier gibt es übrigens auch einen Picknickplatz mit Tischen und Bänken) zur Pousada und folgen dem Treppenweg bergab nach Fajã dos Vinhaticos. Weiter gehts auf der Vereda do Pico Redondo, auf der wir uns bei allen Verzweigungen rechts = bergauf halten. Das heisst: entlang der Levadas immer auf den Abzweig nach oben achten!


Fajã das Éguas und Crista de Galo

So erreichen wir Fajã das Éguas, eine Siedlung im Talschluss der gleichnamigen Ribeira. Hier werden zwischen kleinen Obstplantagen alte Steinhäuser - vermutlich als Ferienhäuser - restauriert. Eine stille Ebene über einem grünen, wilden Tal. Für uns beide der ideale Platz, um eine Pause zu machen und uns darüber zu freuen, dass die Wolken speziell über uns einen Platz für die Sonne freigehalten haben. 

Ausblick Richtung Pico Grande

Wenige Meter nach dem letzten Haus, das mit einem "Welcome" Stein auffällt, zweigt ein schmaler Pfad zum Abstieg nach links ab. Anfangs sind noch einige Feldterrassen bewirtschaftet, bzw. werden beweidet, dann geht es etwas steiler hinunter zum Fluss.

dieser "Findling" liegt vermutlich schon ziemlich lange hier

... und die Brücke gibt es auch noch



sie ist stabiler als sie aussieht

typisch für die Region: wunderschöne, ausgewaschene Flussbetten

Nach der Überquerung auf der "handgearbeiteten" Brücke geht es erstmal parallel zum Fluss weiter. Riesige Lorberbäume wachsen aus dem steilen Ufer heraus und unter uns sehen wir kleine Wasserfälle, die in glasklare Bassins fallen. Das üppige Grün, das das Tal begleitet, ist ein starker Kontrast zu den eher kahlen Hängen über uns. Und es zeigt, dass die vielen Brände der Vergangenheit der Vegetation in den Flusstälern und Schluchten glücklicherweise kaum etwas angetan haben.




Bald taucht Fajã dos Vinhaticos wieder unter uns auf. Zum Glück blieben nach der Erschließung durch die Straße alle traditionellen Veredas durch die Siedlungen bis hinunter nach Serra de Água erhalten. Wir müssen beim Abstieg also die Straße nur immer kreuzen und können auf den alten Nachbarschaftswegen bis ins Zentrum hinuntergehen. 

Fajã dos Vinhaticos



Serra de 'Agua

Fazit: eine sehr schöne, leichte Wanderung mit ganz neuen Ausblicken


Gehzeit: 2 h 30

Höhendifferenz: ↗ 370 m,  ↘495 m


Anfahrt: Funchal - VR 1 - Ribeira Brava - VE 4 - Serra de Água

15 März 2021

Casinhas da Laurissilva

Ribeira Grande - PR 21 - Cascata Casinhas - retour - 10 km




Es hätte eine Runde werden sollen, aber das ist in unbekannten Gefilden nicht immer ganz einfach, wenn die Wanderung auf der Karte geplant ist, und die Realität davon abweicht. So wurde unsere Wanderung zu einer kleinen Entdeckertour, die sich in der Zukunft erweitern lässt.


Start in Ribeira Grande



Wir starten in Ribeira Grande auf dem PR 21, einem Wanderweg, der bis zum Encumeada-Pass führt. Er ist im unteren Drittel ein wirklich sehr schöner Bergweg (im Gegensatz zum oberen Teil, der mit Blockbohlenstufen verschlimmbessert wurde).








Bei der zweiten Kreuzung mit einer Forstpiste (nahe der ER 228) gehen wir auf dem betonierten Weg nach links, passieren eine ehemalige Einfahrt mit mit gemauerten Säulen rechts und links und folgen diesem Weg noch um die erste Rechtskurve. 50 m weiter zweigt ein Waldpfad rechts ab. Wir bleiben immer in südöstlicher Richtung bis wir auf die Madre einer alten Levada treffen. 








Die Levada ist direkt nach ihrem Abzweig aus dem Bachbett verrohrt. Das steinerne Bett ist noch etwa 400 m zu verfolgen, dann verliert es sich unter einem Erdrutsch, der mittlerweile wieder stabilisiert ist. Wir kommen zurück zur Betonpiste etwas unterhalb der Stelle, von der wir vorhin abgezweigt sind und überqueren sie für den weiteren Abstieg durch den Wald. Wieder erreichen wir die Piste, gehen ca 50 m nach links und gleich wieder rechts in den nächsten Waldweg. Der führt nun sehr verwunschen direkt zum Wasserfall. Dabei sind noch zwei hölzerne Brücken zu überqueren.





Nach der zweiten Brücke geht es rechts auf einem gut gesicherten Weg bergauf und an der Felsnase - wow - eröffnet sich der Blick auf den spektakulären Wasserfall.









Wir steigen wieder bis zum Waldweg ab und folgen ihm bis wir an die mächtige Bachverbauung in der Ribeira Grande kommen. Sie ist trocken, wir können sie also ungehindert überqueren. Die Idee ist, entlang des Flusses zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Auf der anderen Seite finden wir wieder einen Waldweg, der allerdings nicht flussabwärts, sondern bergaufwärts abzweigt. Wir drehen um und versuchen unser Glück am linken Flussufer. In mehreren Serpentinen geht hier ein betonierter Weg hinunter bis zu einer kleinen Ebene. Der Abstieg zum Fluss ist durch einen hohen Zaun versperrt, ein anderer Weg ist nicht zu erkennen.  Damit uns die Zeit für den Rückweg nicht zu knapp wird, beschließen wir auf kürzestem, bekannten Wege zurückzugehen, also Betonpiste bis zur Kreuzung mit dem PR 21 und diesen hinunter nach Ribeira Grande.





Blick auf Ribeira Grande

Fazit: es gibt in der Region noch viel zu entdecken, z.B. ob sich daraus nicht doch eine Runde machen lässt. 


Für eine kurze Wanderung zum Wasserfall beginnt man am besten an der ER 228 - wie auf der Karte dargestellt. 



Kurze Runde: 2 h Gehzeit, 170 m Höhendifferenz, ca. 5 km


Unsere Tour: 4 h 30 Gehzeit, 700 m Höhendifferenz, 10 km



GPX: https://de.wikiloc.com/routen-wandern/cascata-casinhas-67937862


Anfahrt: Funchal - VR 1 - Ribeira Brava - VE 4 - Rosario - ER 228 - Abzweig links nach Ribeira Grande (für die lange Tour) oder weiter Richtung Encumeada bis zum Holzschild PR 21 (für die kurze Tour)