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24 Oktober 2018

Museu Etnográfico da Madeira

Das Wetter hat ein paar Ruhetage verordnet. Wir gehen ins Museum in Ribeira Brava. Kultur und Genuss sind angesagt.





Die Ursprünge des heutigen ethnographischen Museums von Madeira gehen auf Ende des 17. Jahrhunderts zurück. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden das ehemalige Wohnhaus und die Kapelle des Capitão, Luís Gonçalvez da Silva, zu einer Zuckermühle und Schnapsfabrik, Fábrica de Aguardente, umgebaut. Zunächst noch mit Ochsenkraft angetrieben, nutze man ab 1862 Wasserkraft für den Mühlenbetrieb und installierte zusätzlich zwei Getreidemühlen. Die Relikte dieser Mühlen lassen sich seit der Umgestaltung des Gebäudes zum Museum sehr anschaulich betrachten. 



Zuckerrohrmahlwerk

Levada mit waagerechten Wasserrädern

Getreidemühlen


Überhaupt ist das Museum sehr schön gestaltet. Die einzelnen Säle sind dem traditionellen Fischfang, den sehr speziellen madeirensischen Transportmitteln und dem textilen Handwerk gewidmet. Es lassen sich die antiken Einrichtungen der besseren Gesellschaft betrachten, die Einrichtung eines Krämerladens und  alles was mit der Herstellung und dem Transport von Wein zu tun hat. 



Kochstelle im Boot

Erntekarren

Ochsenschlitten

Webstuhl

Getreidesiebe



Beschlag einer Wäschetruhe

Weinpresse

Eine spezielle Handwerkskunst gilt dem Flechten von Palmblättern. Traditionell wurden daraus Puppen, Besen und religiöse Accessoires für den Palmsonntag gefertigt. Auf Porto Santo war für lange Jahre die familiäre Hutmanufaktur ein Einkommenszweig.




Hutmanufaktur mit Palmblättern

Erklärende Infos gibt es auf Deutsch, Englisch und Französich. Zu einigen Themenbereichen laufen begleitende Videos.

Wir haben uns eine gute Stunde für die Besichtigung Zeit gelassen.
Eintritt: 3 Euro


Und wenn man anschließend gut essen möchte, dann muss man ins Muralha gehen.
Unter den vielen Restaurants, die in Ribeira Brava in Strandnähe zu finden sind, ist dieses Restaurant unser Geheimtipp. 


Abendstimmung in Ribeira Brava


14 Februar 2018

Carnaval - Cortejo Trapalhão

Karneval in Funchal für Jedermann. Es gibt kein festes Thema, kein Motto  der Satire werden keine Grenzen gesetzt. Wer dabei sein will, beim Straßenumzug, meldet sich mittags an und zieht am Nachmittag mit.

Mal sehen, ob ihr die vier erkennt, die diesmal dabei waren.













unterschiedlich begeisterte Zuschauer







nach dem kräftezehrenden Spektakel gingen wir sehr edel speisen ...




... ins mediterrane Restaurant "Il Vivaldi" in der Avenida do Mar



Fotos von Elke Bredemeier, Video von Gunhild Petschull


Restaurant und Steakhouse "Il Vivaldi"
Rua Conselheiro José Silvestre Ribeiro 2
Eingang: Avenida do Mar

sehr empfehlenswert!




05 Dezember 2017

Seixal - Chão da Ribeira - Ausflug zur Forelle


Der Weg vom Nordküstenort Seixal in das Hochtal Chão da Ribeira ist einer von vielen alten Wirtschaftswegen um Madeira richtig kennenzulernen. Er beginnt im Dorfzentrum und führt überwiegend gepflastert bis ins 400 m höher gelegene Tal, das - wind-und wettergeschützt - noch immer viel landwirtschaftlich genutzte Fläche herzeigt.


Wir machen vom Parkplatz westlich der Kirche noch einen kleinen Schlenker durch das Dorf und steigen dann gemütlich den alten Pflasterweg nach oben, immer wieder pausierend, um mit Bewohnern, die wir auf ihrem "Arbeitsweg" treffen, einen kleinen Plausch in portugenglisch zu halten. Dabei ist zu vermerken, dass sich die Madeirenser immer sehr, sehr freuen, wenn sie merken, dass man ein wenig Portugiesisch spricht.




Wir sind mit einem Freund unterwegs und wollen uns diesmal einfach unser Mittagessen laufend verdienen, d.h. Ziel ist das Restaurant "Justinos", wo es die besten Forellen gibt, die ich je gegessen habe. Das "Justinos" ist ein eher unscheinbares Gebäude direkt an der Straße ER 221. Das einzige große Haus im engen Tal. 




Ansonsten besteht die Besiedlung aus winzigen Natursteinhäuschen, viele verlassen, viele aber inzwischen liebevoll restauriert und als Wochenend-Domizil genutzt. 





Im Winter dringt selbst bei gutem Wetter wenig Sonne zwischen die hoch aufragenden Lorbeerwaldhänge. So beschaulich das Tal, so anstrengend sind die Wege, die heraus und nach oben auf die Serra beziehungsweise in den Fanal führen.
Doch das sind Touren für Tage mit mehr Tageslicht und beständigerem Wetter.

Süßkartoffelernte





Wir machen uns wohl gesättigt wieder auf den Rückweg, diesmal über den Caminho Idelfonso de Castro, die kaum befahrene Straßenroute. Ab den ersten Häusern kommen wir wieder über Treppen und Veredas zum Parkplatz an der Küste zurück.




Fazit: ein entspannter kleiner Ausflug für alle, die gern zu Fuß gehen

Gehzeit: 2 Stunden - ohne Mittagessen

An- und Abstieg:  350 m







Anfahrt: Funchal - São Vicente - Seixal, Dorfmitte