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28 Juni 2023

Noch mehr Wasserfälle



Heute hat es nun geklappt mit wildromantisch. 

Wir sind weiterhin im Norden der Insel São Miguel unterwegs und suchen gerne den Schatten. Die Flusstäler östlich von Ribeira Grande laden dazu ein. 

In Lomba da Maia steigen wir im Platanenwald hinunter in die Schlucht der Ribeira Funda zur Cascata Tres Bicas. Dann weiter Richtung Meer und am Ende des Tals wechseln wir die Bachseite. Hier werden wir gleich dreimal fündig mit unserem Vorhaben die Ruinen von Wassermühlen-Ensembles zu finden. 

Leider ist das Wasser in den Bächen hier nicht so richtig sauber, was wohl an der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung der Insel liegt: große Weiden mit Milchvieh und Maisfelder. Kaum ein Bewohner ist tagsüber ohne Gummistiefel unterwegs und es riecht fast überall nach Mist und Silage. 

Die kleine Teeplantage Chã Gorreana (übrigens Europas Einzige!) irgendwo dazwischen fällt nur auf, weil sich tagsüber die Touri-Busse davor aneinander reihen.

Platanenstamm

Cascata das Tres Bicas






"Brücken"reste in der Ribeira Funda

Wassermühlen-Ruinen an der Ribeira Funda

Erdbeerguave

noch eine Mühle


der Druckturm - Cubo

Wasserzulauf zum Cubo



Mühlstein


Ameisenbaum









27 Juni 2023

Wasserfälle und Wassermühlen

Es ist ungewöhnlich warm auf São Miguel - nicht so heiß wie auf Madeira, - zum Glück! - aber doch so, dass wir uns für heute eine Wanderung durch ein schattiges Flusstal aussuchten. Es wird im Rother Wanderführer Azoren als "Historischer Streifzug durch ein wildromantisches Bächlein" beschrieben (Tour 24)

Wild war es, aber die Romantik hörte gleich nach dem Naturpark "Ribeira das Caldeirões" auf. 

Wir streiften also zunächst durch den hübsch angelegten Park und schauten uns die vier restaurierten Wassermühlen an, die über eine Levada betrieben wurden. Am Südausgang begann der Wanderweg, der schon etwas eher nach unserem Geschmack war. Auf einem Waldpfad tauchten wir ein in die Schlucht und schon bald mussten die ersten Baumhindernisse überwunden werden. Hier hatte nicht nur das Tief Oscar gewütet. Wir lassen uns ja nicht so schnell von unwegsamen Gelände abschrecken, aber nach der zweiten kniffeligen Bachquerung ging gar nichts mehr.  Diese Schlucht ist jedoch wirklich reizvoll, sodass wir an einer vermoosten, steinernen Brücke einen Abstieg zum Fluss entdeckten und noch ein Stück flussaufwärts weitergehen konnten.



restauriertes Wassermühlen-Ensemble in der Ribeira dos Caldeirões








der bequeme Beginn des Wanderwegs ...

... wird bald zum Trimm-dich-Pfad

... bis es irgendwann nicht mehr weitergeht

Brücke in der Ribeira dos Caldeirões





Weil wir ohnehin vorhatten, zwei Routen miteinander zu verbinden, steuerten wir also vom Park aus mit dem Auto den Verbindungspunkt zur zweiten Tour in Achadinha an. Hier tauchte dann die offizielle Sperrung des oberen Weges auf der Wandertafel auf. Etwas spät!

Bei der zweiten Tour (25 - Alminhas da Achadinha) war dann alles gut: ein schöner Weg, ein "Poço Azul", der wirklich wie eine blaue Lagune schimmerte und noch ein paar schöne Wasserfälle im Tal der Ribeira do Cachaço.

Was wir allerdings vermissten, waren die beschriebenen Ruinen ehemaliger Wassermühlen. Im Verlauf der ersten Tour waren sie nicht erreichbar, auf der zweiten Route waren sie eine Baustelle. Hier wird das kulturelle Erbe gepflegt, indem die verfallenen Reste wieder neu aufgebaut werden, ähnlich wie im Naturpark "Ribeira dos Calderões"

Das Restaurant "Poço Azul" nahe der Kirche in Achadinha können wir gut empfehlen.



der Poço Azul


Ribeira do Cachoço














17 Oktober 2022

Porto Moniz - ein bisschen Heimatkunde

Lamaceiros - Pico do Calderão - Miradouro do Redondo - Vigia - alte Meierei (Käsehöhlen) - Mühle - Estrada Antiga - Fajã do Barro - Lamaceiros - 10,7 km

Auf dem Weg rund um Porto Moniz lässt sich ein bisschen Geschichte und das einfache Leben der Madeirenses entdecken. Wir starten an der Kapelle von Lamaceiros und gehen erst durchs Dorf, dann über die Felder bis zum Miradouro do Redondo. Von hier führt die steile Betonpiste, der Caminho da Ladeira, hinunter nach Porto Moniz. Wir machen einen Abstecher zum Vigia, dem ehemaligen Ausguck für die Walfänger. Auf dem gleichen Weg zurück, gehts zur Kirche von Porto Moniz und von hier über die Vereda das Fontes - entlang einer unbekannten Levada - zu den Höhlen der früheren Butter- und Käse"Fabrik" und noch ein Stück weiter zu den Ruinen einer Mühle. Den Verbindungsweg hinunter zum Calhau finden wir leider nicht mehr, er ist abgerutscht und der Rutsch ist mit Schilf überwachsen.

Danach geht es auf der Rua do Cabo Calhau und der Vereda da Poças bis zu den Piscinas Naturais, wo gerade die Reisebusse entleert werden. Welch ein Kontrast! Wir lassen die Promenade schnell hinter uns und nehmen für den Rückweg die Estrada Antiga. Sie sieht übel aus - viel Steinschlag. An der Mündung der Ribeira da Janela schlagen wir den Weg über die Vereda do Fajã do Barro ein. Durch die Weinhänge und am Ende wieder Felder kommen wir wieder in Lamaceiros an.







der Weg zum Vigia


Blick auf Porto Moniz vom Vigia

die Käsehöhlen

Weg und Levada zu den Käsehöhlen und zur Mühle









Mühle

die "versteckten" alten Gebäude in den Felsen links und rechts der Ribeira

Calhau do Porto Moniz



Vereda da Fajã do Barro (Druckrohr zum Wasserkraftwerk)




Fazit: eine einfache Rundwanderung, um den Nordwesten kennenzulernen

Gehzeit: 4 h

Höhendifferenz: ↗↘ 550 m 



weitere Wanderungen rund um Porto Moniz: