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06 Juli 2025

Levada da Ribeira do Inferno

Bica da Cana - PR 17 - Variante - Levada da Ribeira do Inferno - Pico Ruivo do Paúl - Estanquinhos - Windradweg - Bica da Cana - 10,8 km

Diese Runde ist immer wieder schön, im Sommer besonders wegen der Orchideenblüte, aber auch weil man sie so gut variieren kann. Diesmal waren wir in sehr netter Gesellschaft mit Hans und Christina unterwegs. 

Die Wege sind relativ gut unterhalten, weil sie von einheimischen Wanderern regelmäßig gepflegt werden. Nur der Windradweg - erst im Winter mit Maschineneinsatz geöffnet - bedürfte schon wieder einen Erhaltungsrückschnitt, um den Stechginster im Zaume zu halten. 

Madeira-Knabenkraut - Dactylorhiza foliosa











Beginn des Aufstiegs zum Pico Ruivo do Paúl

die letzte Kraxelei zum Pico Ruivo do Paúl



Fazit: Trotz 28 Grad auf der Serra konnten wir dank des Schattens, den wir größtenteils hatten, eine sehr entspannte Wanderung genießen.

Gehzeit: 5 h

Höhendifferenz: 480 m





Interessant: In der Ribeira do Passo werden Insekten über ein Fangzelt eingesammelt (erst dachten wir sehr verwundert, dass jemand sein Zelt im Bach aufgestellt hatte)

























10 Mai 2025

Pico Ruivo do Paúl

Estanquinhos - Pico Ruivo do Paúl - Vereda da Terra Chã - "Miradouro" Ribeira do Hortelã - Verbindungsweg zu den Fontes Ruivas - ca. 10 km

Endlich mal wieder ein Sonnenscheintag auf der Serra, ein kurzes freundliches Intermezzo, bevor das nächste Tiefdruckgebiet die Insel heimsuchen wird. Nach all den Meldungen über Erdrutsche und Steinschläge ist mir eine Wanderung auf der Hochebene am liebsten, da kann einem ja nichts auf den Kopf fallen.

Nachdem sowohl der Aufstieg zum Pico Ruivo do Paúl vom Stechginster gesäubert worden ist, als auch die Verbindung zwischen der Vereda da Terra Chã und dem Gelände der Fontes Ruivas, bzw. dem Forsthaus Estanquinhos wieder offen ist (den MIUT-Organisatoren sei Dank!), lässt sich hier eine sehr gemütliche Wanderrunde machen. Es sind überwiegend breite Wege, ideal für eine Tour mit Begleitung, weil man nebeneinander laufen kann.


Start ist also am Forsthaus Estanquinhos an der ER 208, dann der Beschilderung folgend Aufstieg zum Pico Ruivo do Paúl, wo man mit einem schönen Blick über das Sao Vicente-Tal bis zum Zentralmassiv belohnt wird. 



Der Abstieg erfolgt auf dem breiten Weg, der zur Errichtung des Sendemast angelegt worden war. Bei der ersten Wegekreuzung besser links gehen, der Pfad geradeaus ist sehr zugewachsen, dann nach ca. 200 m rechts weitergehen. Nach einem Kilometer trifft man wieder auf eine Piste und bleibt rechts bis man auf eine Kreuzung stösst. Das ist die Vereda da Terra Chã: nach rechts setzt sie sich fort bis hinunter nach Chão da Ribeira, geradeaus käme man an die Levada do Norte - wir gehen links und kommen nach einem weiteren Kilometer in des Quellgebiet der Ribeira do Hortelã. Im Sommer ist hier nicht zu erkennen, dass wir uns auf einem gewaltigen, natürlichen unterirdischen Wasserspeicher bewegen. Aber nach dem vielen Regen dieses Frühjahrs ist es Überschwemmungsland und auf dem Weg sind großflächige Pfützen. 

Um der Wanderung ein kleines Highlight zu verpassen, kann man einen kleinen Abstieg in die Ribeira do Hortelã machen. Dazu halten wir Ausschau nach den Wegmarkierungen, die die Canyoninger mittels bunter Bänder in die Sträucher geknüpft haben. Dann geht es von Stein zu Stein bis wir den kleinen Bach erreicht haben und ihn an einer passenden Stelle überqueren können. Wir folgen dem nun trockenem Pfad bis er sich teilt: geradeaus könnte man nun über den Grat des Lombo do Queimado zur Ribeira do Seixal weitergehen - wir halten uns links und steigen gleich durch die Baumheide ein paar Meter hinunter. Da hören wir schon die erste Wasserfallstufe der Ribeira do Hortelã rauschen. Vor uns erhebt sich ein kleiner Felsstock, von dem man eine geniale 360 Grad Rundumsicht genießen kann. Ein toller Platz für eine Pause.



Auf demselben Weg geht es zurück zur Vereda da Terra Chã. Bei gutem Wetter und freier Sicht (nur dann lohnt sich die Runde!) kann man die Piste bald nach links verlassen und weglos bis zur Kreuzung ER 209/PR 6.5 laufen. Gegenüber der Wandertafel ist ein Trampelpfad zu sehen, der bis zu den Fontes Ruivas mit bunten Bändern in Sträuchern markiert ist. Er schlängelt sich recht eigenwillig durch den lockeren Baumheidebewuchs bis wir den Picknickplatz im Fichtenwäldchen erreichen. Ab hier gibt es wieder eine Beschilderung, die zum Forsthaus zurückführt.


Fazit: Eine sehr entspannte Runde bei suboptimalen Wanderbedingungen ohne große Höhenunterschiede.


GPX: https://de.wikiloc.com/routen-wandern/pico-ruivo-do-paul-212998373

17 März 2024

Vom Pico Ruivo do Paúl zur Levada da Ribeira do Inferno

Bica da Cana - Estanquinhos - Pico Ruivo do Paúl - Levada da Ribeira do Inferno - Variante PR 17 - Bica da Cana - 13 km

Es gibt mehrere Möglichkeiten die stillgelegte Levada da Ribeira do Inferno in eine Runde einzubinden, mal mit Start in Estanquinhos, mal mit Start in Bica da Cana:

htt2022/07/levada-da-ribeira-do-inferno.html

h2021/06/casa-caramujo-ein-bisschen-klettern-und.html

Die Idee zur heutigen Wanderung war, beide Orte auf der Serra zu verbinden und zugleich einen neuen Abstieg vom Pico Ruivo do Paúl zur Levada auszuprobieren, um dem Stechginster auszuweichen, der auf der bekannten Strecke lauert.

Stechginster freie Wanderwege zwischen Bica da Cana und Estanquinhos zu finden ist derzeit unmöglich. Selbst die Pisten zwischen den Windrädern sind nur noch teilweise passierbar. Nach ein bisschen Probieren weichen wir zunächst auf die Straße aus, beziehungsweise können parallel dazu gehen, bis eine breite Piste in Richtung Estanquinhos/Fontes Ruivas abzweigt. Der kurze Aufstieg vom ersten  Wassertank durch den Wald hinauf zum Forsthaus ist zum Glück soweit freigehalten, dass wir nur die Brombeeren-Ranken mit der Schere bändigen müssen. 

hoffentlich werden die jungen Bäumchen auf der Serra  nicht von den hungrigen Kaninchen verspeist

Piste zu den Fontes Rivas

Der Weg zum Pico Ruivo do Paúl ist ebenfalls ziemlich kratzig, aber mit langer Hose gut machbar. An der Kreuzung mit dem Abstieg zur Levada gehen wir vorbei, steigen erstmal ganz zum Gipfel rauf, genießen die herrliche Aussicht und gehen danach nur ein paar Meter bergab. Der alternative Abstieg beginnt ziemlich direkt unterhalb des kleinen Miradouro. Er ist sehr steil, aber gut präpariert. Was wir von oben schon sehen konnten, erreichen wir nach kurzem Abstieg: eine kleine, freie Fläche auf der ein Strom-Mast vorgesehen war. Mit ein paar Felskraxelpassagen geht es weiter, bis wir auf den originalen Abstiegsweg treffen. Ziemlich abrupt wechselt beim weiteren Abstieg die Vegetation von Heidebusch in Lorbeerwald - es wird kühler und feuchter. Der Weg verläuft in weiten Serpentinen mit weniger Gefälle bis wir die stillgelegte Levada erreichen.

hübsche Blüten, aber undurchdringbar - der offizielle Wanderweg zu den Fontes Ruivas

Abstieg vom Pico Ruivo do Paúl

hier sollte mal ein Strom-Mast aufgestellt werden






die letzten Stufen bevor wir auf die Levada treffen

Wir gehen rechts weiter und gleich durch den ersten Tunnel. Der weitere Weg durch die Hohlgänge und drei weitere Tunnel ist  immer wieder faszinierend, wenngleich eine Wanderung in der Blütezeit der vielen endemischen Pflanzen im Juni noch viel erlebnisreicher ist. 












Nach einer Stunde entlang dieser wunderschönen, antiken Levada kreuzen wir die Ginjas-Piste. Damit haben wir den Wanderweg PR 17 erreicht und gehen rechts Richtung Casa do Caramujo. Bald verzweigt sich der Weg: der rechte ist rot-gelb markiert und führt zum Casa do Caramujo. Wir nehmen den linken als alternativen und direkten Aufstieg zur Bica da Cana. Nach einer halben Stunde treffen wir wieder auf den PR 17 und beenden die Runde auf dem offiziellen Wanderweg bis Bica da Cana.


die PR 17 Variante ...

... ist auf jeden Fall ...

... viel spannender


Fazit: eine tolle Bergwanderung ohne Wenn und Aber!

Gehzeit: 5 h

Höhendifferenz: ↘↗ 480 m