Porto da Cruz/Maiata - Levada da Portela - Vereda das Funduras - Degolada - Larano
Wir waren lange nicht mehr in der Serra das Funduras zwischen Porto da Cruz und Machico unterwegs. Und weil es in Machico vormittags ganz unerwartet regnete, versuchten wir es von Porto da Cruz aus. Dort war es zwar bewölkt, aber trocken, und während wir noch einen Kaffee tranken, lichteten sich auch die Wolken in den Bergen. Wir fuhren noch ein Stück den Caminho do Maiato hinauf, und starteten über den Caminho do Mostardal hinein in die Ribeira do Seixo. Leider versperrte uns bald ein Erdrutsch nebst umgestürzter Bäume und viel wildem, stacheligen Gewucher den Weg. Während wir noch etwas unschlüssig in einem Weinhang herumstanden, hörten wir jemanden rufen. Es galt uns. Der Besitzer des Weinhangs wollte uns ein paar reife Trauben schenken und fragte, wohin wir wollten. Wir erklärten den geplanten Weg und er bot sich an, erstmal zu schauen, ob der Rutsch zu umgehen wäre. Wir warteten also, Trauben essend, bis er wieder auftauchte, und uns dringend davon abriet es zu versuchen. Da er mit seiner Arbeit fertig war und auch zurück zur Straße ging, hatten wir ein bisschen Zeit für eine nette Unterhaltung. Und dann bot er uns auch noch an, ins Auto einzusteigen und mit ihm den Caminho Mostardal hinunter und den Caminho do Lombinho bis zur Levada da Fajãzinha wieder hinaufzufahren (was wir sonst hintenherum durch die Ribeira gewandert wären). Er beklagte sich, dass er schon mehrmals bei der Gemeinde darum gebeten hätte den Weg durch die Ribeira aufzuräumen, aber angeblich wäre dafür kein Geld da. Wohin die vielen Einnahmen aus dem Tourismus gehen, zeigte er uns mit der typischen Handbewegung in die Hosentasche. Diese herzliche Begegnung sollte für unsere nächsten vier Stunden auch fast die einzige bleiben.
Die eigentliche Wanderung beginnt also an der Levada da Fajãzinha am Wassertank. Weil die folgenden Wege alle Teil von offiziellen Trainingstrails sind, hatten wir keine weiteren Einschränkungen zu befürchten.
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| Levada da Fajãzinha |
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| Levada da Fajãzinha |
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| Levada da Fajãzinha |
Am Ende der Levada treffen wir wieder auf den Caminho da Maiata und steigen gleich ein paar Meter weiter über Treppenstufen an der Levada da Portela hinauf. Irgendwann enden die Betonstufen, dann ist auch die Levada in einem Rohr verschwunden und es geht steil durch den Wald bergauf bis wir auf der Funduraspiste herauskommen. Rechts 300 m Piste, dann tauchen wir in den "Regenwald" ein. Die Vereda das Funduras ist immer dunkel und feucht, und zwischen den großen Lorbeerriesen drängen unzählige Baumfarne hoch ins Licht. Ein schöner Weg für heiße Sommertage!
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| Levada da Portela |
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| Vereda das Funduras |
Wir treffen nach 2 km wieder auf die Piste und biegen kurz darauf nach links zum Picknickplatz ab. Der kurze Aufstieg zum Höhenweg Cabeça da Lapa - Pico da Coroa ist schnell geschafft. Der folgende Abstieg nach Larano geht zwar in die Knie, ist aber mittlerweile gut ausgebaut und gesichert. Da unser Weg einem Teil des GR 1 Richtung Caniçal entspricht, brauchen wir nur der Beschilderung zu folgen. Die Ausblicke sind grandios.
In Larano verlassen wir die Straße kurz nach der stillgelegten Seilbahnstation und folgen der schmalen Levada do Poço do Arvoredo bis wir auf dem Caminho do Boquerão treffen. Er mündet in den Caminho do Cabo do Larano, dem wir jetzt nur noch ein paar Meter bergab zu unserem Auto folgen können.
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| Levada do Poço do Arvoredo |
Fazit: Falls der Caminho do Mostardal irgendwann mal wieder freigemacht wird, ist dies eine interessante Runde. Der Aufstieg über die Levada da Portela ist aber ein bisschen langweilig. Schöner geht man über den Lombinho hinauf zur Vereda das Funduras.
Meine Empfehlung: besser gleich die Tour 31 aus dem Wanderbuch Wilde Wege Madeira machen, wenn man in dieser Gegend unterwegs sein möchte.
Wegstrecke: 11 km
Höhendifferenz: ↗↘650 m
GPX: https://de.wikiloc.com/routen-wandern/larano-282890398





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