20 März 2015

Boca do Risco

Unsere letzte Tour im Februar führt uns noch mal in den Osten der Insel. Wir haben auf unserer neu entdeckten Wetter-App von Ciimar Madeira für den Samstag ein Sonnenfenster über Machico von 11 - 16 Uhr ausgemacht und wollen testen, ob die Vorhersage wirklich zuverlässig ist.
Als wir um kurz nach 11 Uhr Machico erreichen regnet es noch, wir fahren mit dem Auto weiter Richtung Caniçal, und steigen direkt vor dem alten Caniçal-Tunnel an einem kleinen Wasserhaus in den Levadaweg ein.


Es hört tatsächlich auf zu regnen, doch die Wolken hängen tief, der nasse Wind durchfeuchtet uns und der Erdpfad entlang der Levada ist ziemlich matschig.


Beim Aufstieg zum schwungvollen Sattel der Boca do Risco ist es bereits trocken und fast windstill. Wir sehen bereits ein kleines Stückchen blauen Himmel.


Die Sonne scheint, sobald wir die "gefährliche Öffnung" an der Nordküste erreicht haben. Die steife Brise, die uns hier entgegen kommt,  hat den Rest der Wolken vertrieben.


Vor uns liegt der Küstenweg in Richtung Porto da Cruz, jahrhundertelang als kürzeste Verbindung zwischen Nord und Süd zum Transport von Wein in Schläuchen aus Ziegenhaut genutzt.


Solange Baumheide den ausgesetzten Weg säumt, geht es sich trotz der steilen Abgründe zum Meer von mehr als 300m noch recht sicher. Als uns jedoch kräftige Sturmböen auf dem fast senkrecht in die Kliffküste geschlagenen Weg entgegen peitschen, machen wir kehrt. Zudem nähert sich die nächste Regenfront mit massiven Wolkengebirgen.


Wir erreichen unser Auto mit den ersten Regentropfen gegen 16 Uhr. Damit stimmte die Wettervorhersage für diesen Teil der Insel fast genau.

Wir werden die Küstenwanderung sicher im Sommer bei ruhigem Wetter noch mal gehen, wenn die Abschnitte zwischen dem Boca do Risco und dem Felsvorsprung Espigao Amarelo weniger gefahrvoll zu laufen sind. 
Im Rother Wanderführer gilt sie zwar als "schwarze" Tour, das bezieht sich aber ausschließlich auf die geforderte Schwindelfreiheit und Trittsicherheit, der Aufstieg zum Boca do Risco ist leicht zu gehen, der Abstieg nach Porto da Cruz ist als einfach beschrieben. 



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