28 Januar 2026

Projekt Arenaria - Zählung von Zugvögeln

Weil ich die Arbeit der Portugiesischen Gesellschaft für Vogelkunde (SPEA) schon seit längerem verfolge, hatte ich mich in diesem Winter entschlossen beim Arenaria Projekt mitzuhelfen und mich gemeinsam mit meiner Freundin Elke zur Vogelzählung auf Madeira angemeldet.


Das Projekt Arenaria wurde 2009/10 zur Überwachung der Verbreitung und Häufigkeit von Vögeln an den Stränden und Küsten Portugals ins Leben gerufen, als die erste nationale Zählung der überwinternden Küstenvögel in Portugal durchgeführt wurde.

Die jetzige Phase des Arenaria-Projekts besteht in der Sammlung von Informationen über mehrere Jahre hinweg, um zuverlässige Ergebnisse zu den Populationstrends präsentieren zu können.

Projekt Arenaria

Aufgrund ihrer geografischen Lage am Zusammenfluss von Atlantik und Mittelmeer vereint die portugiesische Festlandsküste typische Arten der atlantischen und mediterranen Meeresfauna, die zusammen mit denen der Azoren und Madeiras zur außergewöhnlichen Vielfalt dieser Region beitragen. Auch die Lage des Landes an einem Schlüsselpunkt zwischen zwei großen Landmassen – Eurasien und Afrika – macht diese Region der Erde besonders wichtig für zahlreiche Vogelpopulationen, die die Küstenstreifen vorübergehend während ihrer Wanderungen oder für einen längeren Zeitraum während der Überwinterung nutzen.






An den Küstenlinien von Madalena do Mar und São Vicente sollten wir in der Zwischengezeitenzone die Watvögel zählen. Es war uns schon klar, dass wir auf unserer eher artenarmen Insel ohne echte Sandstrände keine üppigen Ergebnisse, wie auf dem Festland, erwarten können. Trotzdem war es etwas desillusioniernd, dass wir außer Enten, Tauben und einer Möwenart, der Mittelmeermöwe (die nicht zu den Zugvögeln zählt) lange gar keine Küstenvögel entdecken konnten. Erst als wir einen sehr abgelegenen Küstenabschnitt bei São Vicente, die Fajã de Areia erkundeten, liefen uns doch noch drei Strandläufer vor's Fernglas.



Der Regenbrachvogel, Numenius phaeopus, ist ein Zugvogel aus subarktischen Gebieten und überwintert in subtropischen Breiten. Auf den portugiesischen Inseln ist er nur einzeln oder in kleinen Schwärmen anzutreffen. Es war also schon ein besonderes Glück, dass wir diese Dreiergruppe entdecken konnten.


Numenius phaeopus - Foto: Elke Bredemeier




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