07 Mai 2017

Vereda dos Pescadores - Fischersteig

Wenn das Wetter mal wieder nicht hält, was der Bericht verspricht, dann ist Küstenwandern immer eine gute Alternative. Diesmal im Osten! Nein, nicht auf der Spitze der Insel, die Ponta de São Lourenço. Nicht am Samstagnachmittag! Zu viele Ausflügler!



Wir gehen den alten Weg der Fischer von Caniçal. 

Von der Marina von Machico führt eine Straße zum Casa da Misericórdia. Dort beginnt der Aufstieg zum Fackelberg, dem Pico do Facho, der in früheren Zeiten mit Leuchtfeuern vor Piratenschiffen warnte. Ein neues Schild mit PR 1 weist den Weg, der ziemlich ruppig und steil nach oben führt. Die Vegetation besteht überwiegend aus haarigem Bartgras, weidenblättrigen Kugelblumen und einer Entdeckung: echte Brautmyrte. Riesensträucher auf absolut kargem, trockenem Boden.



Ab dem Sattel unterhalb des Pico do Facho beginnt der Pfad nach Caniçal in einem sehr gut unterhaltenem Zustand. Es ist still hier am Küstensaum, nur hin und wieder brummt ein Ferienflieger auf dem Meer vorbei.






Nach der alten Bogenbrücke, die über die Ribeira do Natal führt, geht es direkt an den Strand von Caniçal. Ein paar Angler, ein paar Jugendliche, die sich nichts aus dem kalten Wasser machen. Sonst ist hier im Mai noch nichts los.



Dann geht's auf dem gleichen Weg wieder zurück nach Machico.








Fazit: wenig begangener, aber gepflegter, stiller Küstenpfad

Gehzeit: 1 1/2  bis 2 h für die einfache Strecke 



Der ehemalige Treppenaufstieg der Vereda dos Pescadores , direkt ab Hafen, ist total zugewuchert und nicht mehr begehbar. Auch die beiden anderen Pfade, die Richtung Norden führen, sind ungepflegt und kaum erkennbar.

Wie man die Küstenwanderung über die Levada do Caniçal zur Rundwanderung ausdehnt, seht ihr hier:



05 Mai 2017

Im grünen Hinterland von Porto da Cruz



Cais do Porto da Cruz - Serrado - Folhadal - Levada do Castelejo - Achada - Maçapez - Porto da Cruz

 Porto da Cruz, im Nordosten der Insel, gehört eindeutig zu unseren Lieblingsdörfern auf Madeira. Aber nicht nur der Ort ist reizvoll, sondern auch die Vielzahl von alten Wegen, die schöne Wanderungen über Bergrücken, durch Täler und entlang von Levadas ermöglichen. Hier lässt sich die ganze Skala von natürlichen und kulturellen Elementen, die diese Landschaft formen, erleben: Felder mit Gemüseanbau, Weinterrassen, alte Herrenhäuser, winzige, oft verlassene Bauernhäuser mit blühenden Gärtchen, eingebettet in eine üppig wuchernde Natur, die sich im feuchtwarmen Klima ungehemmt ausbreitet. Leider sind darunter auch viele invasive Pflanzen, die die Artenvielfalt bedrängen.

Start an der Ribeira do Juncal

Wir wählen für unsere Wanderung eine kleine Runde, die in etwa dem 10km-Trail da Natureza entspricht. Die Runde ist mit kleinen Holzschildchen wegweisend beschildert. Zur Not hilft fragen, denn überall sind die Leute auf den Feldern am Arbeiten.

speziell: der Treppenaufstieg am "Betonberg"

Amaryllis-Garten

Inhame-Pflanzen am Wegesrand

Wasserlauf an der Levada do Castelejo

2,5 m hohe Speerblume?


Kap-Milchsterne

wilde Gladiolen

Blick auf Maçapez und Porto da Cruz, wo der Schornstein der aktiven Zuckermühle qualmt. Im Hintergrund leuchtet Porto Santo

Treppenabstieg von der Levada nach Achada

Ankunft am Strand von Porto da Cruz


Fazit: der Auf- und Abstieg erfolgt über kaum befahrene Wege und Treppen, die Levada schlängelt sich an den sanften Hängen der Ribeira Tem te Não Caias dahin. Es gibt keine tiefen Schluchten und Abgründe.
Schade nur, dass die Bewohner dieses Paradieses so sorglos mit ihrem Müll umgehen.

Gehzeit: 3 - 3 1/2 Stunden




Anfahrt: Funchal - Via Rapida 1 Richtung Machico - weiter auf der Via Expresso 1 Richtung Santana - Ausfahrt Porto da Cruz - freies Parken im Zentrum 

weitere Posts zu Porto da Cruz:


03 Mai 2017

Im Tal der Ribeira do Pico



Eine Entdeckung ursprünglicher Natur in einem verschwiegenen Tal.
Wir folgen ab Serra de Água der Ribeira do Pico bis zum Verteiler der Levada do Norte. 



So beschaulich beginnt hier die gefährliche Levada do Norte, vor der weiteren Begehung wird eindringlich gewarnt.

Levada do Norte von oben





Wir wandern gemütlich weiter auf dem Wirtschaftsweg am Fluss entlang. Kastanien und Walnussbäume treiben frisches Laub. Aufgegebene Obstbäume und eine Kiwi, die die Flutkatastrophe von 2010 überlebt haben, blühen und werden in diesem Jahr viele Früchte tragen. 



Interessante Entdeckungen von Spinnen und Insekten in einer Felswand machen wir am Wegesrand.

besonders schöner Bau einer Trichterspinne

verschiedene Wespennester


Trotz bedecktem Himmel leuchten uns die Farben des Ginsters, der riesigen Natternköpfe und seltener Frühlingsblüher entgegen. 



Hahnenfuß

Natternkopf - Stolz von Madeira

Madeira-Steinbrech

Obelix' Reservestein


Wir kommen an den Hütten und bestellten Feldern von Piquinhas vorbei, an der Messstation, die zum Unwetter-Frühwarnsystem  gehört - und dann endet der Weg. 





Der gestufte Abstieg zum Bach ist noch gut zu erkennen, der Aufstieg auf der anderen Seite schon weniger und dann ist für uns der Umkehrpunkt erreicht. Die Hunde erkunden noch ein paar Meter im Dickicht, doch der schmale Pfad, der hoch zum Caminho Real (PR 12) führt, muss erstmal wieder freigehackt werden.

Fazit: einsame Wanderung durch ein Tal, das fast vergessen lässt in welchem Jahrhundert wir leben. Wunderschön!


01 Mai 2017

Unser Klassiker - Levada Nova



Ribeira Brava, Corujeira - Sítio Tabua - Candelaria - Jangão - Madre - Zurück über die Levada Moinho nach Lombada do Ponta do Sol - 17,5 km



Nach sintflutartigen Regenfällen Ende April bleiben wir zum Wandern im Süden und machen eine längere Nova-Tour. 



Mit zwei Autos, eins bleibt am Herrenhaus Solar dos Esmeraldos in Lombada do Ponta do Sol stehen, mit dem anderen fahren wir zu unserem Startpunkt in Corujeira, haben wir die Möglichkeit einer one-way-Tour.

Der Himmel hängt tief, es nieselt, wir freuen uns an den Düften der üppigen Natur und den großartigen Wasserfällen. 



Kaktusblüten


Zuckerrohr - fertig zur Ernte




verlassen und marode - und doch sehr charmant







Fazit: Die Levadas sind gut präpariert und gesichert und mittlerweile stark frequentiert. Unsere Idee, erst am Nachmittag zu starten, um dem Regen und dem Run auszuweichen, hat sich bewährt.

Gehzeit: 4 1/2 Stunden



Anfahrt: 
1. Auto: Ponta do Sol - Lombada - den Schildern Levada Nova folgen
2. Auto: ER 222 - Abzweig Apresentaçao / Furna



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