19 Mai 2019

Levadas entlang der Ribeira do Machico

Machico - Levada do Desembarcodouro - Graça - Paraíso - Poço do Gil - Ribeira Seca - Lombo do Cheque - Moinho da Serra - Ribeira Grande - Levada das Figueiras - Fazenda - Terça - Furnas de Cavalum - Torre - Serra de Água - Aqueducto - Igreja - 15,3 km




Desembarcadouro, der nautische Landungsplatz.
Hier in der Bucht von Machico legten vor 600 Jahren João Gonçalvez Zarco und Tristão Vaz Terceira am 2. Juli 1419 zum ersten Mal auf Madeira an. Das breiteste Tal der Insel bot beste Möglichkeiten einer ersten Besiedlung. 

Die Levada do Desmbarcadouro östlich und die Levada das Figueiras westlich des Flusses gehören mit zur ersten Generation von Wasserkanälen, die auf Madeira angelegt wurden. Das Wasser wurde in der Ribeira do Machico gefasst und entlang der bewirtschafteten Felder und Siedlungen bis zum Meer geleitet. Zuckerrohr war für Jahrhunderte das wichtigste Wirtschaftsgut der Region.




Start gegenüber der Igreja da Matriz

Ich bin mit Daniel und Vreni unterwegs durch das besiedelte Tal entlang der Levada do Desembarcadouro. Nach kurzer Besichtigung der restaurierten Capela dos Milagres, eine der ältesten Kirchen Madeiras, finden wir die verfallenen Reste der Levada nahe der ebenso verfallenen Befestigungsanlage, Forte de São João Baptista, unterhalb des Pico do Facho.


Capela das Milagres

das Hochwasser vom 3.11.1955 überflutete die Kirche 


Aufstieg zur Levada

Leuchtfeuerwand

verfallene Levadareste nahe dem Fort

Ende der Levada an der Klippe, im Hintergrund Caniçal und São Lourenço





Das Wandern durch das dicht besiedelte Tal immer entlang der meist offenen Levada ist spannend, das Vergnügen wird aber durch die Vermüllung der Wege, der Felder und der Levada ziemlich getrübt.























In Ribeira Grande wechseln wir die Flusseite und verfolgen die Levada das Figueiras. Hier ist es erstmal wesentlich sauberer und der Levadaverlauf ungleich spannender. 





hier entfernt sich die Levada von der Straße







Ein kleiner Abstecher zu den Höhlen von Cavalum bietet sich an. Dazu mehr Bilder und Infos 







Auf dem Rückweg nach Machico passieren wir die instandgesetzten Reste eines Aquädukts und den Turm der ehemaligen Zuckermühle.





Fazit: Leider haben die Gemeinden entlang der Levada do Desembarcadouro ein großes Müllproblem.  Für die Levada das Figueiras braucht es unbedingte Trittsicherheit. 

Gehzeit: 5 h 

Höhendifferenz: 180 m, wenn man die Höhlen zusätzlich besuchen will




11 Mai 2019

Durch den Laurissilva im Nordwesten

Ribeira Funda/Seixal - Vereda da Tranquada - Vereda das Castanheiros - Fanal - Levada das Cedros - Curral Falso - Tranquada - Ribeira Funda - 20,1 km



Wir sind mit Wanderfreunden unterwegs und starten bei schönstem Sonnenschein eine große Runde. Piet und ich kennen alle Wege aus den letzten Monaten, es sind also keine unangenehmen Überraschungen auf den nächsten 20 km zu erwarten, sondern reiner Wandergenuss.

Was nicht heißen soll, dass es nicht anstrengend wird. Doch die Natur, die Landschaft, die uralten Bäume, die Wasserfälle und die Aussichten sind jede Mühe wert.

Vereda da Tranquada

Ribeira Funda




Madre de Louro



Vereda dos Castanheiros






Fanal

Levada dos Cedros




neue Brücke an der Levada dos Cedros

neue Brücke an der Vereda da Tranquada



Bachquerung ohne Brücke an der Tranquada



Seixal im Abendlicht

zurück in Ribeira Funda


 Fazit: für gut trainierte Wanderer eine Traumrunde!






Gehzeit: 7 h 30

Höhendifferenz: 990 m




Anfahrt: Funchal - VR1 - Ribeira Brava - VE 4 Richtung São Vicente - VE 2 Richtung Porto Moniz - im ersten Tunnel nach Seixal: Achtung: Ribeira Funda ist wegen Fahrbahnschäden nicht über die Küstenstraße zu erreichen, man muss nach ca. 600 m in den Nottunnel nach rechts abbiegen und nach Verlassen sofort wieder links in den nächsten Tunnel. Die steile Tunnel /Brücke/Tunnel-Strecke führt direkt in die 12 Seelen-Siedlung Ribeira Funda





Mehr Infos und Bilder findet ihr auf folgenden Posts: