05 Dezember 2021

Garganta Funda - neue Wege in Ponta do Pargo

Ponta do Pargo - Garganta Funda - Pedregal - Levada Nova - Vereda das Uveirinhas - Cabito - Capela Nossa Senhora da Boa Morte - Ponta do Pargo - 16,4 km 


Ponta do Pargo gilt nicht gerade als aufregendes Wanderziel, eher geeignet für einen Familienausflug mit Spaziergang zum Miradouro der Garganta Funda. Aber wie nachfolgend zu sehen, gibt es auch spannende Wege um den "tiefen Schlund" herum, falls man sich Steilabstiege knapp auf Kante zutraut. Es ist ein relativ kurzes Wegstück, das sich in engen Serpentinen zur Ribeira dos Moinhos hinunterschlängelt. 





Ribeira dos Moinhos

Wir hatten bereits vor einem Jahr den Abstiegsversuch unternommen, konnten aber am gegenüberliegenden Hang keine Spur für den Aufstieg ausmachen. Diesmal sah es perfekt aufgeräumt aus. Fleißige Hände haben einen breiten Weg durch das Schilf- und Brombeerdickicht gespurt, der schon von weitem gut erkennbar war. Vielen Dank an die Unbekannten "Hacker"!




wenige Meter weiter fällt der Fluss in die Garganta Funda




kein Gipfelfoto, aber eine gelungene Travessia

Garganta Funda


Blick vom Miradouro

Dann gehts über die Felder wieder zurück nach Pedregal. Wir bleiben geradeaus Richtung Levada Nova und laufen in ihren endlosen Schleifen bis zum Ende. Der Rother Wanderführer beschreibt diese Runde mit einem Abstieg auf der Straße über die Siedlung Cabo. Wir wollen mal was anderes ausprobieren und gehen deshalb an der ER 101 noch anderthalb Kilometer weiter westwärts. Dort weist ein Schild auf die Vereda das Uveirinhas hin. 

typische Arbeitswege in Ponta do Pargo zwischen den Feldern

hin und wieder trifft man hier noch auf Lorbeer-Giganten

Levada Nova


Die Vereda das Uveirinhas entpuppt sich als gut zu gehender Waldweg, Stufen sorgen immer mal wieder dafür, dass er nicht als Bikerpiste missbraucht wird. Vorsorglich wird auch mittendrin nochmal mit einem Verbotsschild davor gewarnt. Danach ist er allerdings auch ein bisschen mit Brombeerranken überwachsen, die zur Zeit für den Wanderer noch kein Problem machen. Dann schwenkt der mittlerweile schmale Pfad in die Ribeira das Eirozes ein, ein verborgenes Tal mit den Ruinen der ehemaligen Siedlung Cabito. 
Ich könnte mir vorstellen, dass die Vereda das Uveirinhas zum ursprünglichen Verlauf des Caminho Real 23 gehört. Das bleibt zu recherchieren.






Ruinen von Cabito

Nach Erreichen der ersten Häuser von Cabo geht es über die Felder weiter, dann taucht schon bald die Kapelle unter uns auf. Der Kirchhof ist immer ein guter Platz für eine Wanderpause!

Capela Nossa Senhora da Boa Morte


Den Rückweg nach Ponta do Pargo machen wir ganz klassisch auf dem Caminho Real 23, der als Caminho Velho mittlerweile geteert oder betoniert durch die sanften Täler verläuft.





Fazit: eine interessante Erweiterung einer klassischen Wanderrunde, deren erster Teil mit großer Aufmerksamkeit gegangen werden muss. Bei Nässe kann der Abstieg gefährlich werden! Die Verbindung zwischen ER 101 und der Kapelle ist eine einfach zu gehende schöne Alternative zur Straße durch Cabo mit einem Umweg von plus 3 km


Gehzeit: 5 h

Höhendifferenz: ↘↗ 670 m



Anfahrt: Funchal - VR 1 - Ribeira Brava - VE 3 - Ponta do Pargo





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