10 Februar 2022

im Wald

Chão da Ribeira - Vereda do Bosque - Fonte do Galo - Vereda da Terra Chá - 7,9 km

Im Wald, irgendwo. 

Das ist die ziemlich exakte Beschreibung des Weges durch den Bosque von Chão da Ribeira zur Fonte do Galo. Schön soll der Weg sein und längst nicht so gefährlich wie die Mangas de Felipe (begangen im Oktober 2021) - so war die Aussage unseres Wanderführers Márcio von den madeirawonderhikes.com. Dass er steil sein würde, das war klar, und dass wir ihn nicht alleine finden würden, das glaubten wir sofort. Also war die nächste Schönwetter-Phase für den Bosque reserviert. Es hat sich ein bisschen hingezogen, aber in dieser Woche fanden wir endlich einen Tag, der allen passte, und trafen uns mit der schon vertrauten Truppe (Márcio, Jorge und Orlando) zur verabredeten Wanderung.

Und es stimmt, selbst den Einstieg in den Wald hätten wir nicht auf Anhieb gefunden. Durch dichten Farnwald, mal gerade hoch in einem trockenen Bachlauf, mal kreuz und quer bis unterhalb einer hohen Felswand konnten wir kaum eine Spur und auch keine Wegmarkierung entdecken. Unsere Begleiter stiegen Weg- und Ziel sicher vor uns nach oben, räumten auf und setzten neue Baummarken. Mit Erreichen des Baumheidegürtels wurde die Spur immer unsichtbarer. Hoch und links halten, irgendwie durch die Bäume, wo es am besten geht - war die Devise. Das glich mehr einem akrobatischen Tanz, denn einer Bergwanderung. Dann endlich war die nächste Felswand erreicht, die wieder als Linie für einen Weg galt. Währen Jorge und Orlando die Machete einsetzen, machen wir mit Márcio einen Abstecher auf die Felsnase für einen Blick hinunter nach Chão da Ribeira und über die gegenüberliegende Bergkette zum Fanal. Die Sicht ist durch den immer noch anhaltenden Saharawind sehr zwielichtig. 

Danach geht es sehr aufgeräumt Richtung Fonte do Galo, der Quelle, die einst als die Serra noch als Weideland genutzt worden, den Kühen zur Wasserversorgung diente. Ab der Quelle ist der Weg eindeutig und gut erkennbar, weil gelichtet. Das dürfte in zwei bis drei Monaten schon wieder vorbei sein, wenn Farn und Brombeeren alles überwuchern.

Wir erreichen den Wanderweg Vereda da Terra Chá ganz nahe dem Fio, den Überresten einer rudimentären Lastenseilbahn, mit der das Brennholz ins Tal nach Chão da Ribeira befördert wurde. 

In scheinbar endlos langen Schleifen wandern wir den gut ausgebauten Weg bergab, mal ganz meditativ, mal mit Pfeif- und Gesangseinlagen von Jorge.

Start in Chão da Ribeira



©Marcio Abreu

©Márcio Abreu








©Márcio Abreu

©Márcio Abreu







©Márcio Abreu

©Márcio Abreu




lebendige Brücke - zum Glück konnten wir sie umgehen







©Márcio Abreu








Fonte do Galo


getrübte Sicht auf Ribeira da Janela





Fazit: diese Bergwanderung sollte man nur mit ortskundigen Einheimischen machen. Am besten mit so einer gut gelaunten Truppe wie die madeirawonderhikes.com, damit neben der ganzen Anstrengung der Spaß nicht zu kurz kommt.



Gehzeit: 4 h 30

Höhendifferenz: ↗ 750 m ↘ 800 m

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