08 Dezember 2019

Wandern im Gemüsegarten von Câmara de Lobos

Cruz da Caldeira - Rancho - Fajã das Bebras - Cabo Girão - Quinta Grande - ca. 10 km




Trepp-ab, Trepp-auf. Eine Runde durch den "Gemüsegarten" von Câmara de Lobos in Rancho.





Wir starten an Regionalstraße ER 229 oberhalb von Quinta Grande. Mit Blick auf die Gemüsefelder, die in der halbrunden Senke warm und windgeschützt gedeihen, geht es die Treppenwege, Caminho da Cruz da Caldeira, Calçada da Caldeira und Caminho da Terça hinunter Richtung Câmara de Lobos. 




Auf der Vereda da Areia wollen wir den Fluss Ribeira da Caldeira überqueren, doch wegen Bauarbeitenan der neuen Straße (Rua João Hemógenes Barros) ist der Weg gesperrt und wir müssen eine langweilige Straßenschleife machen. 
Weiter über den Caminho da Levada do Rancho erreichen wir die Estrada da Santa Clara und kurz darauf die Seilbahnstation Rancho. 


Caminho da Levada do Rancho

Miradouro / Teleférico do Rancho

Für 5 Euro runter und wieder rauf gondeln wir zur Fajã das Bebras. 



Vor zwei Jahren hatte ein Felsabgang ziemlich viel Schaden hier unten angerichtet. Völlig unbeeindruckt davon werden die Felder weiterhin bewirtschaft. Wir entdecken auf unserem Strandspaziergang Mangoplantagen wie in Fajã das Padres, aber hauptsächlich Gemüseterrassen mit Tomaten, Bohnen, Süßkartoffeln, ... und einige Strandhütten. In einer wird gerade ein geschlachtetes Schwein zerlegt, Därme gereinigt, Wurst gemacht, ... man kann auf Madeira immer noch Zeitreisen machen.





Genau 580 m über uns machen Touristen auf dem Sky Walk des Cabo Girão Selfies von sich und dem Meer.




Wieder oben am Miradouro do Rancho geht es weiter auf dem Caminho Velho do Rancho und der Vereda da Levada da Serra. Hier gibt es immer mal wieder die Möglichkeit eines Abstechers auf die abenteuerlichen Feldterrassen an der Klippe.









Noch mehr Treppen führen hinauf nach Facho. Nach kurzer Überlegung schauen wir auch noch am Cabo Girão vorbei. Ist ja ganz witzig, erst am Strand auf Meereshöhe und später fast am Platz senkrecht darüber zu stehen. 
Noch ist der Eintritt zum Glasboden-Miradouro frei. Das soll sich ab Januar ändern.









Nochmal ein kurzer Aufstieg zur Capela da Nossa Senhora da Fâtima, und steil wieder hinunter, dann ist unsere Wanderung rund, und wir beschließen den Nachmittag in der Bar Cabo Girão.





Fazit: eine einfache Wanderung für Treppenliebhaber. Die Runde beschert eindrückliche Ansichten des madeirensischen Landlebens zwischen Autobahn und touristischem Ausflugsziel 


mit Seilbahn

Gehzeit: 3 h 30
Höhendifferenz: 530 m (ohne Seilbahn)




Anfahrt:


01 Dezember 2019

Zauberhaftes Rabaçal

Paúl da Serra - Ribeira do Lajeado - Levada do Alecrim - Vereda Lagoa do Vento - Casa Rabaçal - Levada das 25 Fontes - Levada da Rocha Vermelha - Ribeira da Janela - Vereda Pau Seco - Pico Fernandes - 12 km



Rabaçal ist einfach zauberhaft. Wenn man es ohne Menschenmassen, die sich auf den Levadas aneinander vorbeidrängen, genießen kann - noch zehnmal mehr. 
Für die beschriebene Runde gehen wir immer nur ein paar hundert Meter entlang der Levadas (Alecrim, 25 Fontes und Rocha Vermelha). Dafür zuerst viel bergab auf den jeweiligen Verbindungen, bis ganz hinunter ins Janela Tal, um dann auf anderen Wegen wieder ein paar hundert Meter bergauf zu steigen. Mehr als sechs Begegnungen hatten wir also in diesem eigentlich so überlaufenen Gebiet nicht.




Wir starten auf Paúl da Serra an der Fanalstraße etwa 800 m nach der Kreuzung und gehen zunächst auf der Graspiste Richtung Pico Fernandes. Nach 900 m sind links des Weges zwei größere Steintürmchen als Hinweis für die Abstiege zur Ribeira do Lajeado aufgebaut. Wir nehmen den rechten Weg, auf dem wir bis zur Madre der Levada do Alecrim gelangen. Nach der Bachquerung wandern wir an der Levada bis zum beschilderten Abzweig Casa Rabaçal. Der Abstiegsweg Lagoa do Vento hat nach der Renovierung mittlerweile wieder seinen alten Charme zurück.




Ribeira do Lajeado




Am ehemaligen Forsthaus Casa Rabaçal, das mittlerweile zu einem schmucken Restaurant umgewandelt wurde, nehmen wir den südlichen Abstieg zur Levada das 25 Fontes. Dort unten geht es weiter gegen die Fließrichtung bis zur ersten Abstiegsmöglichkeit. Der Weg hinunter zur Levada da Rocha Vermelha war vor einigen Jahren durch einen Erdrutsch zerstört. Dadurch sind einige Passagen, besonders bei Nässe, auch jetzt noch ziemlich heikel.


Casa Rabaçal

nasser, glatter Fels kurz vor Erreichen der Levada

Wir erreichen die Levada Rocha Vermelha direkt bei der Metallbrücke, die den Übergang an der Ribeira Grande erleichtert. Bald darauf sehen wir den Weg, der links zum Levadeirahaus hinunterführt. Für unsere Picknickpause machen wir noch einen Abstecher (Tipp aus dem Forum Madeira Link) hinunter zur Ribeira da Janela und finden ein ganz besonderes Plätzchen dort unten. 
Eine weitere Entdeckung ist, dass der markierte Weg entlang des Flusses weiterführt, was heute aber nicht in den Wanderplan passt. Die  Erforschung wird auf den Frühsommer mit trockeneren Verhältnissen verschoben.

Brücke an der Rocha Vermelha über die Ribeira Grande



Abstieg zur Ribeira da Janela







Nach der Pause beginnt der Aufstieg. Erstmal zurück zur Levada da Rocha Vermelha, dann direkt weiter hoch auf guten Bergpfad zurück zur Levada 25 Fontes. Weiter gegen die Fließrichtung bis zum neu angelegten Treppenaufstieg, der die Wanderströme besser kanalisieren soll. Nach den Treppen folgen wir dem markierten Weg noch 50 m, dann zweigt unser Aufstiegsweg, die Vereda Pau Seco, nach links ab. Erst noch mit ganz moderater Steigung, dann immer steiler mit kleinen Fels-Kraxeleien, zieht sich der gut präparierte Weg nach oben. Das haben wir den Vorbereitungen für das Maxi-Race am kommenden Wochenende zu verdanken. Für diesen Trail werden gerade 100 km Wanderwege gangbar gemacht.







Blick in das Janela Tal


durch den dichten Baumheide-Wald


Ankunft am Pico Fernandes in Wolken

Sobald wir aus dem dichten Gehölz treten, wissen wir die Wegesäuberung besonders zu schätzen, denn hier wuchert normalerweise Farn und Ginster. Außerdem haben uns inzwischen die Wolken eingeholt, sodass ein deutlicher Weg umso wichtiger wird.
Nach knapp 6 Stunden haben wir den Pico Fernandes erreicht und sind nur noch einen Katzensprung von unserem Start und Auto entfernt. Gut so, denn mittlerweile ist es doch ziemlich kalt geworden.

Fazit: wunderschöne Runde, aber Vorsicht: der südliche Abstieg zwischen 25 Fontes und Rocha Vermelha ist bei Nässe schwierig. Nachdem ich den Aufstieg über die Vereda Pau Seco jetzt kenne, würde ich die Runde in entgegengesetzter Richtung machen.




Gehzeit: 5 h 30

Höhendifferenz: 670 m




Anfahrt:



Weitere Bilder und Berichte zur Rabaçal-Gegend